Kommentar von Ulrich Schild von Spannenberg
Viele Anleger vertrauen auf Bauchgefühl, Bankberater-Prognosen oder den nächsten Börsenbericht. Ich zeige Ihnen etwas anderes: Mathematik. 10.000 simulierte Marktverläufe, basierend auf den echten historischen Renditen Ihrer 8 Dimensional-Fonds – das ist keine Werbebotschaft, das ist Statistik. Das Video unten zeigt, was die Zahlen über die Zukunft Ihres Portfolios sagen. Und die Zahlen sind eindeutig.
Was ist eine Monte-Carlo-Simulation?
Die Monte-Carlo-Simulation ist eine mathematische Methode, die ursprünglich in der Kernphysik entwickelt wurde und heute in der Finanzwissenschaft als Goldstandard für Portfolioanalysen gilt. Das Verfahren berechnet 10.000 verschiedene Wege, wie sich Ihr Portfolio über 20 Jahre entwickeln könnte – basierend auf den echten historischen Renditen und Schwankungen der 8 Dimensional Fund Advisors (DFA)-Fonds. Das Ergebnis zeigt, was wahrscheinlich, was möglich und was unwahrscheinlich ist.
Die Kernergebnisse auf einen Blick
Das UvS-Liechtenstein-Portfolio erzielte in den letzten 5 Jahren im Schnitt 9,90 % pro Jahr bei einer Volatilität von 13,37 %. Auf dieser Grundlage liefert die Monte-Carlo-Simulation folgende Prognosen:
| Zeitraum | Pessimistisch (5. Pz.) | Realistisch (Median) | Optimistisch (95. Pz.) | Erfolgswahrsch. |
|---|---|---|---|---|
| 5 Jahre | 93.651 € | 153.452 € | 249.639 € | 92,3 % |
| 10 Jahre | 116.810 € | 235.211 € | 469.794 € | 97,8 % |
| 15 Jahre | 155.157 € | 361.083 € | 849.011 € | 99,3 % |
| 20 Jahre | 209.264 € | 552.716 € | 1.487.697 € | 99,8 % |
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse
1. Kapitalverlust ist langfristig extrem unwahrscheinlich. Nach 20 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Depot weniger wert ist als die eingezahlten 100.000 EUR, bei nur 0,2 %. In 9.998 von 10.000 simulierten Szenarien steht am Ende mehr Kapital als zu Beginn.
2. Der realistische Erwartungswert ist eine Verfünffachung. Im mittleren Szenario wächst das Depot von 100.000 EUR auf 552.716 EUR – das ist nicht das Best-Case-Szenario, sondern das statistische Mittel.
3. Nach 10 Jahren ist eine Verdoppelung wahrscheinlicher als nicht. Die Chance, das Kapital innerhalb von 10 Jahren zu verdoppeln, liegt bei 63,5 % – die Verdoppelung ist damit das wahrscheinlichere Ergebnis.
4. Kurze Schwankungen sind normal – sie kehren sich um. Das Portfolio kann in einzelnen Jahren um 13–17 % schwanken. Wer investiert bleibt, wird dafür langfristig belohnt: Nach 5 Jahren liegen bereits 91,4 % aller Szenarien im Plus.
5. Die Kombination aus 8 Fonds schützt. Durch die Mischung aus globalen Aktien, Schwellenländern, kleinen Unternehmen und unterbewerteten Aktien (Value) profitieren Anleger von verschiedenen Rendite-Treibern gleichzeitig – das ist Diversifikation in ihrer reinsten Form.
Monte-Carlo-Simulation Portfolio Liechtenstein vs. MSCI World ETF
Der direkte Vergleich zeigt den strukturellen Vorteil des UvS-Liechtenstein-Portfolios gegenüber einem klassischen ETF-Depot besonders deutlich:
| Zeitraum | UvS-Portfolio (Median) | MSCI World ETF (Median) | Ihr Mehrwert |
|---|---|---|---|
| 5 Jahre | 153.452 € | 134.589 € | +18.863 € |
| 10 Jahre | 235.211 € | 180.914 € | +54.297 € |
| 15 Jahre | 361.083 € | 243.602 € | +117.481 € |
| 20 Jahre | 552.716 € | 326.951 € | +225.765 € |
Nach 20 Jahren hat das UvS-Portfolio im realistischen Szenario rund 225.765 € mehr erwirtschaftet als ein vergleichbares MSCI-World-ETF-Depot – bei gleichem Startkapital von 100.000 €. Warum günstige ETFs in der Praxis teurer sind als sie scheinen, erklärt unser Artikel Versteckte ETF-Kosten: Der teure ETF-Irrtum im Detail.
Warum das UvS-Liechtenstein-Portfolio mehr leistet als ein ETF
Der Unterschied entsteht nicht durch Glück, sondern durch sechs strukturelle Vorteile:
Die höhere Bruttorendite ergibt sich aus den wissenschaftlich nachgewiesenen Faktorprämien nach Fama und French: Unternehmensgröße (Size), Bewertung (Value) und Ertragskraft (Profitability). Die gewichtete Bruttorendite der 8 DFA-Fonds liegt laut Dimensional Matrix Book 2025 bei ca. 10,6 % p.a. – gegenüber ca. 8,4 % beim MSCI World. Die wissenschaftliche Grundlage dieser Faktorprämien ist in der Fama/French Data Library öffentlich dokumentiert und replizierbar.
Die steuerliche Überlegenheit durch die Liechtenstein-Nettopolice ermöglicht vollständige Steuerstundung während der Ansparphase. Bei Auszahlung nach 12 Jahren und ab Alter 62 werden nur 50 % der Erträge besteuert (12/62-Regel). Allein dieser Steuervorteil ergibt bei 300 € monatlicher Sparrate über 30 Jahre ca. 71.000 € Mehrwert.
Die Eliminierung versteckter Kosten ist der am häufigsten unterschätzte Faktor: Ein ETF mit einer ausgewiesenen TER von 0,20 % kostet in Wahrheit oft 0,85–1,30 % p.a. – oder sogar bis zu 6,20 %, wenn man die Verhaltenslücke einbezieht. Das UvS-System liegt bei realen Gesamtkosten von nur 0,75 % p.a. und eliminiert 5 von 6 versteckten Kostenblöcken strukturell.
Der dreifache Vermögensschutz nach liechtensteinischem Recht (Art. 161 VersAG, Art. 59a Konkursordnung) schützt das Kapital vor Gläubigern und behördlichem Zugriff – ein Schutz, den kein deutsches ETF-Depot bieten kann. Mehr zur Sicherheitsarchitektur erfahren Sie in unserem Artikel Wissenschaftliche Wohlstandsplanung und Sicherheit in Liechtenstein.
Wie das wissenschaftliche Investieren nach Fama/French in der Praxis funktioniert und warum es dem klassischen Börsen-Rauschen überlegen ist, lesen Sie in unserem Grundlagenartikel zur Finanzbildung.
Rechtlicher Hinweis
Diese Simulation dient ausschließlich zu Informations- und Illustrationszwecken. Sie stellt keine Anlageberatung, keine Kapitalanlageempfehlung und keine Garantie zukünftiger Wertentwicklungen dar. Die verwendeten Rendite- und Volatilitätsdaten basieren auf historischen 5-Jahres-Werten (Quellen: Alte Leipziger, Standard Life, extraETF, LV 1871, Stand April 2026). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
