Podcast-Episode: Warum 100% Aktien langfristig gewinnen
Ist ein reines, hundertprozentiges Aktienportfolio für Langfristanleger wirklich die beste Wahl? Oder ist das Ganze am Ende doch nur ein riskantes Spiel?
Dauer: 15 Minuten | Format: Podcast-Dialog | Quellen: Ulrich Schild von Spannenberg, Gerd Kommer
So ermitteln Sie die optimale Mischung Ihres Portfolios

Quelle: Gerd Kommer, Souverän investieren mit Indexfonds. Anmerkung: Die genannten erwarteten Renditen sind inflationsbereinigt, berücksichtigen aber keine Steuern und Transaktionskosten. Dies ersetzt keine professionelle Anlageberatung.
Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Episode
Der Rendite-Unterschied ist dramatisch
Die Grafik zeigt zehn verschiedene Portfolios – von Portfolio 1 (100% Aktien, 9,30% reale Rendite p.a.) bis Portfolio 10 (90% sichere Anlagen, nur 3,10% p.a.). Das ist ein Unterschied von über 6 Prozentpunkten jedes Jahr. Über 30 Jahre bedeutet das den Unterschied zwischen einem großen Vermögen und einem netten Zubrot.
Der Preis: Kurzfristige Verluste aushalten
Beim 100%-Aktienportfolio droht ein möglicher Verlust von 25% in einem schlechten Jahr oder sogar 45% über zwei Jahre. Das ist der Preis für die hohe Rendite. Der notwendige Mindestanlagehorizont beträgt 11 Jahre (Break-Even) – und 15 Jahre für den Dominanzpunkt, ab dem reine Aktienportfolios systematisch gewinnen.
100 Jahre Kapitalmarktforschung sprechen eine klare Sprache
Der S&P 500 erzielte seit 1925 eine reale Rendite von 7,28% pro Jahr. Sichere Staatsanleihen: nur 1,5% pro Jahr. Das Ergebnis: 100 Euro in 1952 wären in Aktien zu 72.500 Euro geworden – in Anleihen nur zu 555 Euro. Das 130-fache.
Die 15-Jahres-Schwelle
- 5–10 Jahre: Quasi ein Münzwurf (50/50 zwischen Aktien und Mischportfolio)
- Ab 15 Jahren: Reine Aktienportfolios gewinnen in 80% der Fälle
- Ab 25 Jahren: Über 90% Wahrscheinlichkeit für das Aktienportfolio
Fama (Fama/French Research)-French-Faktoren: Die Optimierung für Fortgeschrittene
Nobelpreisträger Eugene Fama und Kenneth French zeigten: Rendite hängt nicht nur vom Marktrisiko ab, sondern von zwei weiteren Faktoren:
- Size-Faktor: Kleinere Unternehmen erzielen historisch höhere Renditen als Großkonzerne
- Value-Faktor: Substanzwerte (günstig bewertet) schlagen Wachstumswerte langfristig
Diese Faktoren sind der Kern der Dimensional-Funds-Strategie – und des UVS-Liechtenstein-Modells.
Dieser Podcast basiert auf der Analyse von Ulrich Schild von Spannenberg und der Grafik aus Gerd Kommers „Souverän investieren mit Indexfonds". Er ersetzt keine professionelle Anlageberatung.
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